Auf nach Quito

Am letzten Tag in Ecuador hieß es: früh aufstehen. Wir sollten 6.45 Uhr an der Schule sein, damit wir um 7.00 Uhr mit dem Bus pünktlich nach Quito zu unserer Unterkunft losfahren konnte. Also klingte mein Wecker 5.30 Uhr, damit ich noch genug Zeit hatte, um alles endgültig in meine Koffer zu packen, nochmal zur Sicherheit zu wiegen und Frühstück zu essen. Augusta hatte mir schon gestern ein Essenspaket für die Fahrt zusammengestellt und machte mir am Morgen noch ein warmes Sandwich mit Käse und Schinken. Bevor wir allerdings zur Schule fuhren, verteilte ich noch Süßigkeiten und kleine Abschiedsgeschenke in den entsprechenden Zimmern. Dann ging es auch schon los und das Gepäck wurde im Kofferraum verladen. An der Schule verabschiedete ich mich endgültig von Marlon, der mich dorthin gebracht hatte. Die Taschen wurden im Bus verstaut und schon ging die Fahrt los. Sobald wir allerdings den Bus in Pausen verlassen wollten, mussten wir zum Schutz aller Atemmasken und im Idealfall Handschuhe tragen. Geschickt nahm der Bus die nicht endenden Kurven, was einigen ziemlich zu schaffen machte. Nach etwa 2h hielten wir aufgrund einer Polizeikontrolle. Es mussten alle aussteigen und bei jedem wurde Fieber gemessen. Zum Glück ist niemand auffällig gewesen. Im Anschluss desinfizierte ein Mann im Schutzanzug und Desinfektionsmittelkanister mit Moter auf dem Rücken den gesamten Bus – von Außen und Innen! Nach etwa einer halben Stunde durfte wir weiterfahren. Wir durchquerten ungefähr 6 Polizei- und Militärkontrollen. Dort wurde überprüft, wer warum wohin wollte und ob das rechtens ist. Als wir unserem Ziel näher kamen, begleitete uns schließlich ein Polizeiwagen und die Fahrt ging dadurch viel schneller von statten.

Nachdem wir ohne Schuhe und mit desinfizierten Händen schließen unsere Unterkunft betraten, mussten wir erst einmal ein Foto an die Polizei senden, dass wir auch alle angekommen waren. Auf den Zimmern waren wir zu zweit, zu dritt oder zu viert untergebracht. Ich teilte mit mit Franzi unser Reich. Wir hatten ein geräumiges Zimmer mit großem Kamin, eine kleine Terrasse und sogar eine Hängematte. Bis zum Abendessen genossen wir daher noch unsere Freizeit bei Sonnenuntergang und angenehmen Temperaturen.

Unsere kleine Terrasse mit Franzi in der Hängematte

Zum Abendessen wurden wir mit einem 3-Gänge-Menü verwöhnt. Aber nach Tomatensuppe, Leberkäse und Obstsalat fielen wir nur noch ins Bett.

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