Die letzten Tage

Vor 2 Tagen (20.03.2020) am Abend kam eine bedeutende Nachricht. Der Schulleiter des Colegios hatte es geschafft, Plätze in einem Rückholflug der Bundesregierung für die deutschen Austauschschüler zu organisieren. Als deutlich wurde, dass ich wahrscheinlich dieses Flugzeug besteigen werde, kippte die fröhliche Stimmung des Abends etwas – denn die Maschine startet schon am Dienstag, dem 24.03.2020 und am Montag, dem 23.03.2020 würden wir mit einem Bus nach Quito fahren.


Gestern (21.03.2020) fragten meine Gasteltern nochmal nach, ob ich nicht doch bleibe. Aber bei meiner Antwort war ihnen die Enttäuschung ins Gesicht geschrieben, denn ich fahre am Montag nach Quito. Den restlichen Tag verbrachte ich damit, meinen Koffer zu packen. Am Abend spielten wir dann alle zusammen Karten- und Brettspiele. Es gab Pizza als Snack zwischendurch und zum Abschluss des Tages noch einen Film.


Heute war dann mein letzter Tag in Cuenca. Wir druckten meine Bescheinigung aus, um mich trotz der Ausgangssperre zum Flughafen bewegen zu dürfen und die letzten Sachen wurden in den Koffer verfrachtet. Allerdings hatte meine Gastfamilie weder eine Koffer- noch eine normale Waage, um die Koffer zu wiegen. Denn ich darf nur 8 statt wie auf dem Hinflug 12 kg Handgepäck mitnehmen. Daraufhin holte Marlon von einem Bekannten eine Waage. Und natürlich hatten beide meine Koffer Übergewicht. Also musste eine neue Taktik her – Zwiebelschalentaktik. Das heißt, ich werde auf dem Flug die 2 kg, die zu viel sind, anziehen und die schweren Dinge, wie z.B. Computerladekabel in meine Jackentaschen packen. Schließlich passte das Gewicht auf den Punkt genau. Jetzt bleibt nur noch zu hoffen, dass die Waage genau genug war und ich nicht doch etwas am Flughafen lassen muss.

In der restlichen Zeit spielten wir wieder Karten und aßen am Abend zu einem Brettspiel selbstgemachtes süßes Brot. Anschließend machten wir noch ein paar Fotos als Erinnerung und Augusta überreichte mit ein selbstgebasteltes Fotobuch. Nach dem letzten Film meines Aufenthalts in Cuenca verabschiedete ich mich schon mal von Ale, Carlos und Maria, denn sie hatten keine Lust, morgen zu 6.30 Uhr aufzustehen, um mor dann tschüss zu sagen.

Familie Ramos

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