Letztes Wochenende noch meinte Kenneth: „Nein, für Schnee ist es noch zu warm!“ als ich ihm meinen Wetterbericht mit einer Schneevorhersage zeigte. Naja, am Montag (19.10.2020) wurde es allerdings schon bedeutend kälter und am Abend des selbigen Tages tauschte Nann auch schon die Autoreifen gegen Wintervariante ein. Mit einer großen Hoffnung auf den ersten Schnee des Winters ging es dann zu Bett. Am nächsten Morgen wachte ich tatsächlich vor meinem Wecker auf. Es war schon deutlich heller als sonst um die Zeit und bei einem Blick aus dem Fenster konnte ich meine Augen nicht trauen. Alles war weiß. Alles war bedeckte von einer etwa 20 cm dicken Schicht aus glitzernden Schneekristallen. In der Schule war jedoch nicht so eine Begeisterung wie von Martina und mir zu spühren. Eine genervte Grundstimmung trifft es wohl besser. Dennoch bauten Julia und ich in der Mittagspause einen kleinen Schneemann und auch den Spaß einer Schneeballschlacht ließen wir uns bei dem frischen Schnee nicht nehmen. Leider begann sich der Aggregatzustand schon zum Ende der Schule hin wieder in einen flüssigen zu verwandeln und die Straßen wurden von sogenanntem Slaps (Schneematsch) gesäumt.

Am Abend hatte ich wieder meinen Malkurs, wo das erste mal jemand meine Frage, ob sie Schnee mögen, mit ja beantwortet. Es gab wieder Freia-Kakao und schöne Musik. Über die Woche verschwand der Schnee wieder komplett und die Temperaturen stiegen wieder in den Plusbereich. Am Samstag (24.10.2020) besuchten Martina, Nann, Kenneth und ich dann mehrere Museen in der Umgebung. Wir erfuhren viel über die Geschichte des Waldes und der Waldnutzung in Norwegen, die Herstellung von traditionellen Messern, die Entwicklung von dem norwegischen Möbelstil und das Leben in Norwegen während des 2. Weltkriegs. Am Abend genossen wir gemeinsam mit Lena das Jubiläumskonzert (150-jähriges Bestehen) von Noras Blasorchester (Korbs). Die Musik war fröhlich und abwechslungsreich, durch welche das Publikum mit einer amüsanten Moderation geführt wurden.
Am Sonntag (25.10.2020) verwandelte sich die Küche dann in eine Seifenwerkstatt. Evelin und ich stellten verschiedene Seifen her und wurden sowohl bei Gerüchen als auch im ästhetischen Aspekt kreativ.

Später füllten wir noch die erste Ladung an selbstgemachten Wein für Nann und Kenneths Hochzeit in Flaschen und kosteten auch schon mal. Eins kann man auf jeden Fall schon sicher voraussagen: Es wird eine lustige Veranstaltung! 😀



