Kinobesuch und Bowlen

Vorgestern (04.03.2020) war ein gewöhnlicher Schultag. Frühstück gab es zur gewohnten Zeit, allerdings kamen wir trotzdem zu spät zur Schule, so dass die Tore schon abgeriegelt waren. Ein Wachmann ließ uns zusammen mit den nicht wenigen anderen Zuspätkommern noch herein. Als ich dann schließlich auf meinem Platz im Klassenraum saß und danach erst Julieta und Amélie auf dem Weg zum Unterricht sah, fühlte ich mich nicht mehr ganz so schlecht. Allerdings hatte es sowieso nicht wirklich jemanden interessiert, dass wir nicht ganz pünktlich erschienen waren.

Nach der Schule wurde spontan – wie immer – der Vorschlag, ins Kino zu gehen in die Runde geworfen. Prompt wurden die Eltern gefragt und sich gegen 20.30 Uhr am Kino verabredet. Hier sind die Kinos in den Einkaufszentren und so verging das Warten auf Julieta und Amélie auch relativ schnell beim Schnökern.

Die Etage mit den Läden, die Essen verkaufen

Wir sahen uns den Oskarfilm „Parasite“ an. Ich verstand doch unerwartet viel, zu mal der Film auf Koreanisch mit spanischem Untertitel war. Mein Lieblingsfilm wird es allerdings nicht werden – trotz des super Capuccinos und dem Popkorn (Hier gibt es nur salziges Popkorn.). Nach dem Film mussten wir noch etwas warten, bis wir abgeholt wurden. Also machten wir den menschenleeren Spielplatz des Parks nebenan unsicher. Schaukeln, wippen, rutschen – welchen Spaß das bringen kann, hatte ich schon ganz vergessen.

Wir – nach dem Kinobesuch

Kurz vor Mitternacht fiel ich dann müde ins Bett. Bevor wir jedoch ins Einkaufszentrum gefahren waren, machten die Maren und Marias Oma frische Empanadas de Viento (frittierte mit Käse gefüllte Teigtaschen, die mit Zucker bestreut wurden). Es war ein Gaumenschmaus.

Die frischen Empanadas

Gestern (05.03.2020) startete ebenfalls alles wie ein normaler Schultag. Maria würde morgen ihre Übungsprüfung für das Sprachdiplom B1 in Deutsch schreiben und deshalb keine Zeit haben, heute etwas zu unternehmen – dachte ich. Und da habe ich falsch gedacht. Gegen 17.30 Uhr fuhren wir (Julieta, Amélie, Maria und ich in die Mal den Rio (Einkaufszentrum) – dort kauften wir auch meine SIM-Karte. Und ich muss mich korrigieren – das Einkaufszentrum ist mindestens doppelt so groß wie das in Dessau. Das fand ich auf unserer Bummeltour durch die Mal heraus, bevor wir Bowlen gingen. Auf der Bowlingbahn hatten wir eine Menge Spaß. Nach etwas Übung trafen wir alle – mal mehr, mal weniger. Am Ende stand das Ergebnis eindeutig Fest. Amélie war zu unserem Schlusslicht erkoren worden und ich hab das erste Mal beim Bowlen gewonnen. Bevor wir uns auf den Weg nach Hause machten, kauften sich die meisten noch ein Eis bzw. Kuchen.

Die Bowlingbahn

Ich aß anschließend zu Hause meinen Fisch, den ich in Cajas gefangen hatte und dann fielen mir auch schon die Augen zu.


Heute (06.03.2020) schrieb Maria die B1-Simulation. Sie meinte, dass es ziemlich gut gelaufen ist. Allerdings hatte der Rest der Klasse – eben wegen dieser Übung – keinen richtigen Unterricht. So wurden „Die Simpsons“ geschaut und Kulissen für ein Theaterstück angefertigt. Natürlich fand für die Deutschen auch der Spanischkurs – wie auch in den letzten beiden Tagen – statt. Um 18.30 Uhr treffen wir (Amélie, Julieta, Franzi, Aaron, Maria und ich) uns wieder, um ins Kino zu gehen. Allerdings schauen wir uns dies Mal „Onward – keine halben Sachen“ an – natürlich auf Spanisch. Dieses Mal werde ich aber kein Popkorn nehmen, da die salzige Variante im Kino nicht ganz mein Fall ist.

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