Heute mussten wir schon früh aus den Betten – um 3.30 Uhr um genau zu sein. Nach einem kurzen letzten Koffercheck fuhren wir auch schon zum Flughafen Tegel. Dort angekommen, suchten wir den richtigen Schalter und begrüßten alle, die schon da waren. Nach kurzem Warten konnten wir das Gepäck abgeben und uns beim Sicherheitscheck anstellen. Dann kam auch schon das große Tschüsssagen…

Nach etwas Wartezeit konnten wir ins Flugzeug und es ging ab nach Amsterdam. Ca. 2h später waren wir auch schon in den Niederlanden. Jetzt frühstückten wir erst einmal gemütlich zwischen Riesentulpen.

Dann hieß es auch schon wieder ins nächste Flugzeug steigen – einmal über den großen Teich nach Quito. Man könnte meinen, dass einem auf einem 12h-Flug schnell langweilig wird. Allerdings gab es ein sehr bereicherndes Unterhaltungsangebot – von neusten Filmen bis Musik. Auch die regelmäßige Essensversorgung (alle 2h) ließ die Zeit schneller vergehen.

Eine schöne Aussicht konnten wir leider nicht genießen. Die Wolken verweigerten uns jegliche Sicht. Erst im Landeanflug konnten wir die Landschaft erblicken. Von Quito aus brachte uns dann unser letztes Flugzeug in 35min nach Guayaquil. Dort angekommen stellten wir uns zügig an die Einreiseschalter an. Ich habe die eine Frage der Frau am Schalter zwar nicht wirklich verstanden, aber anscheinend war sie nicht so wichtig, denn sie drückte bald ihren Stempel in meinen Pass.

Nachdem wir unsere Koffer geholt hatten, machten wir uns auf den Weg nach draußen. Doch am Ausgang wurde ich von den wartenden Menschenmassen (geschätzte 300-500 Personen) „erschlagen“. Viele hatte einen Luftballon oder eine Blume in der Hand. Marias Vater winkte mir sogleich freudestrahlend zu und schien vor Aufregung gleich zu platzen. Aaron, Julieta, Marcelo (die Gastgeschwister von Amelie, Franzi, und Götz) und Maria kamen mit einem Willkommensschild auf uns zu. Maria hatte mir sogar eine Rose mitgebracht. Die ganze Familie (Mutter, Vater, Schwester, Bruder, Gastschwester von dem Bruder, Maria) war gekommen, um mich vom Flughafen abzuholen.

Als wir den Flughafen verließen, schlug mir eine Hitze ins Gesicht. 30°C waren es in Guayaquil. Anschließend quetschten sich alle in das Auto und es begann eine vierstündigen Autofahrt nach Cuenca. Schlafen konnte ich trotz zufallender Augen nicht, da ich auf dem Mittelsitz der Rückbank saß und der Weg aus den schlimmsten Serpentinen bestand, die ich je gefahren bin. Und nach der Ankunft in 2500m bei dünner Luft fiel ich nur noch übermüdet ins Bett.